Mit dem Phänomen Mobbing sind nicht nur pädagogische, medizinische psychologische, soziologische Aspekte verbunden, sondern auch weiter gehend ethische und menschenrechtliche Gesichtspunkte.

Grundsätzlich kann festgestellt werden: schulische Mobber sind Gewalttäter, die konsequent und vorsätzlich ihre Ziele verfolgen.
Sie grenzen Menschen aus ihrem sozialen Leben aus, lassen sie nicht an Kontakten teilhaben und isolieren sie dadurch. Das geschieht sowohl in der Schule, auf dem Schulweg als auch im privaten Bereich.

Konsequenzen für die Opfer
 

  • Sie sind isoliert und erleben dadurch einen Mangel an Akzeptanz. Selbstzweifel stellen sich ein.
  • Sie fürchten sich vor dem Versagen und der damit verbundenen „Schande“. Falsch eingeschätzte und überdramatisierte Probleme führen zu Unsicherheit bis hin zum Verlust einer realistischen Situationseinschätzung. Entscheidungen können nicht mehr getroffen werden die Durchsetzungskraft ist gleich Null.
  • Die schulische Existenz ist zerstört. Ich-Stärke und Selbstwertgefühl sind zerstört.

Den aufgezeigten negativ-destruktiven Einstellungen und Haltungen stehen Werte entgegen, die von gesellschaftlicher und ethischer Bedeutung sind: nämlich eine Wertschätzung des Individuums in seiner gesamten Persönlichkeit als Mitmensch, eine Wertschätzung des Individuums das selbst verantwortlich entscheidet und handelt in seiner Verpflichtung gegenüber sich selbst und der Gemeinschaft in der es lebt.

Doch in der Realität des Schullebens ist dies häufig nicht gegeben. Mobbing wird offen oder verdeckt zugelassen, es wird weggeschaut oder als individuelles Problem dargestellt. Das richtet sich gegen Grundsätze der Menschenrechte.